Uwe Korb
 
Smartphone Fotograf mit dem Huawei P30 Pro

Schritt 1: Die wichtigsten drei Kameraeinstellungen

Keine Angst, fotografieren lernen ist einfacher, als du denkst. Bevor du als Anfänger also nach Tipps oder Gründen zum Kauf eines neuen Smartphones, mit besserer Kamera suchst, solltest du dich erst einmal mit der Technik beschäftigen und ein paar einfache Tipps zum Ausprobieren. 

Beschäftigen wir uns erst einmal mit den technischen Grundlagen, die jeder Smartphone Fotograf/in in und auswendig kennen muss. Sie bilden die absolute Basis. Ohne sie gehts nichts. Wenn du sie aber beherrschst, bist du schon einen großen Schritt weiter als die zahlreichen Knipser im Automatikmodus, die wahllos alles ablichten, was ihnen in die Quere kommt (war jetzt etwas böse ausgedrückt… ist aber eben oft so 🙂 ).

Da sind sie, die Top 3 der Kameraeinstellungen:

  • Blende,
  • Lichtempfindlichkeit (ISO) und
  • Belichtungszeit

Sagt dir alles nichts? Kein Problem. Ich werde dir anhand von Bildern und Anleitungen in den nächsten Abschnitten zeigen, was es damit auf sich hat. 

Die Blende (oder auch Englisch „Aperture“ genannt), die sich in der Linse oder direkt dahinter befindet, beeinflusst die durch die Linse fallende Lichtmenge. Die ISO-Zahl kontrolliert die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Je höher sie ist, desto höher fällt auch die Lichtempfindlichkeit aus. Die Belichtungszeit hat Einfluss auf die Lichtmenge, die in die Kamera eindringt. Bei einer kurzen Belichtungszeit ist die Blende nur für einige Millisekunden geöffnet, sodass nur wenig Licht in die Kamera gelangt. Bei einer längeren Belichtungszeit dementsprechend mehr. Wie du sicher gerade merkst, bedeutet fotografieren lernen nicht nur eine Foto-Challenge nach der anderen zu absolvieren, sondern eben auch ein wenig Theorie in den Kopf zu bringen.

Blende

Die Blendeneinstellung wird auch als Blendenzahl bezeichnet und besitzt eine numerische Folge. Wenn ein Fotograf von der Blende spricht, die er für ein bestimmtes Bild benutzt hat, benutzt er Zahlen wie f/1.8, f/2.8 oder f/5.6. Das Interessante daran ist: Je höher die Zahl hinter dem f/ ist, umso kleiner ist die Öffnung der Blende. So gelangt weniger Licht ins Kamerainnere. Und umgekehrt: Je kleiner die Blendenzahl ist, umso größer die Blendenöffnung. So kann mehr Licht ins Kamerainnere eindringen. Durch die Blende wird dein Foto gestalterisch beeinflusst, denn mit ihrer Hilfe wird die Schärfentiefe kontrolliert. So kannst du beispielsweise Unschärfen im Hintergrund erzeugen.


Ein Muss für jeden Fotografie-Anfänger ist folgende Grafik. 

Damit kannst du den Einfluss der Blende jederzeit „nachschauen“.




ISO – Lichtempfindlichkeit

Die ISO-Zahl bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Je höher sie ist, desto höher auch die Lichtempfindlichkeit. Dadurch wird nur wenig Licht benötigt, um die optimale Belichtung zu erzeugen – die Belichtungszeiten verkürzen sich. Eine niedrige ISO-Zahl auf der anderen Seite reduziert die Lichtempfindlichkeit, so dass weniger Licht für das Foto benötigt wird. Bei guten Lichtverhältnissen sollte daher eine niedrige ISO-Zahl zwischen 100 und 200 gewählt werden. Bei bedecktem Himmel oder Abendlicht ist dagegen eine ISO-Zahl zwischen 400 und 800 empfehlenswert. Allerdings kommt es bei einer höheren Lichtempfindlichkeit häufig zu Bildrauschen, also zu einer Verschlechterung der Bildqualität durch störende Pixel. So können viele Details im Foto verloren gehen.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit, auch als Shutter Speed bekannt, beeinflusst die Lichtmenge, die in die Kamera eindringt. Bei einer kurzen Belichtungszeit ist die Blende nur für einen Sekundenbruchteil geöffnet, so dass nur wenig Licht das Kamerainnere erreicht. Bei einer langen Belichtungszeit gelangt dagegen viel Licht in die Kamera, was besonders nachts ideal ist: Mit Langzeitbelichtung kannst du atemberaubende Fotos vom Nachthimmel, von den Sternen und vom Mond machen. Zudem spielt die Belichtungszeit auch dann eine Rolle, wenn dein Motiv sich bewegt: Denn bei einer kurzen Belichtungszeit können selbst dynamische Szenen scharf eingefangen werden. Bei einer langen Belichtungszeit können dagegen verwackelte Bilder entstehen. Bei beweglichen Motiven solltest du daher eine kurze Belichtungszeit wählen.




Je schneller sich ein Motiv bewegt, desto kürzer sollte die Verschlusszeit sein, damit ein scharfes Bild entsteht.





Schritt 2: Zusammenhänge erkennen

 
 
 
 
E-Mail
Anruf
Instagram