Uwe Korb
 
Smartphone Fotograf mit dem Huawei P30 Pro

Schritt 3: So kommt Leben in dein Bild

Reduziert man die Fotografie auf die wesentlichen Elemente, kann man mit diesen vier Schritten jedes Motiv fotografieren. Diese Abfolge gilt für jedes Motiv, sei es nun eine dynamische Szene oder ein idyllisches Landschaftsbild.

  1. Perspektive wählen,
  2. Ausschnitt einstellen,
  3. Schärfentiefe festlegen,
  4. Belichtungszeit beachten.

Nachfolgend wirst du die wichtigsten Gestaltungs-Tricks beim Fotografieren lernen. Mit der Zeit wirst du deinen eigenen Bildstil entwickeln. Zu Beginn sind aber ein paar Grundkenntnisse über gängige Modelle wichtiger. Diese bilden sozusagen die Basis, auf welche du deine eigene Kreativität aufbauen kannst. Modelle wie die Drittelregel sind mittlerweile wissenschaftlich fundiert und beeinflussen die Wahrnehmung des Betrachters sehr stark. Mehr dazu aber im nächsten Abschnitt.

Die Drittelregel

Wenn du fotografieren lernen möchtest, solltest du nicht nur die technischen Basics deiner Kamera beherrschen, sondern dich auch mit der Bildkomposition beschäftigen. Dazu gehört auch die Drittelregel, die beim Fotografieren lernen als Grundlage der Bildgestaltung dienen kann. Hierbei teilst du dein Foto in drei nebeneinander- und übereinanderliegende Teile ein. Wenn du dich als Fotografie-Anfänger schon länger über das Gitternetz im Display deiner Smartphone Kamera wunderst, solltest du jetzt hellhörig werden: Denn dieses Gitternetz, das im Display der Kamera zu- und abschaltbar ist, eignet sich perfekt, um die Drittelregel in deinen Bildern umzusetzen.


Drittel Regel in der Fotografie

Platziere dein Hauptmotiv hierzu einfach auf der Trennlinie zum linken oder rechten, oberen oder unteren Drittel – schon bist zu der perfekten Bildkomposition einen grossen Schritt näher.



Kameraperspektive

Ein gutes Foto hat eine gewisse Spannung, eine schöne Komposition und ein bestimmtes Seitenverhältnis. Wenn du dich mit der Kameraperspektive auskennst, kommst du dieser begehrten Dreifaltigkeit einen wichtigen Schritt näher: Sei es die Normalperspektive, der Dutch Angle, die Vogelperspektive, der Low Angle oder die Froschperspektive, manchmal kann es sich lohnen, einen anderen Blickwinkel zu deinem Motiv einzunehmen. Das nächste Mal, wenn du etwas fotografierst, kannst du vielleicht auf die Knie gehen oder dich sogar auf den Boden legen. Begib dich auf die gleiche Höhe wie dein Motiv und lass dich vom Ergebnis überraschen. Es kann durchaus passieren, dass sich dir eine ganz neue Welt auftut. 

Licht

Es ist wichtig, das Licht nicht nur aus einer technischen Perspektive zu betrachten: Denn erst der sensible Umgang mit dem vorhandenen Licht und das Aufspüren einzigartiger Lichtsituationen machen dich zum wahren Künstler. Andererseits solltest du dir aber auch darüber im Klaren sein, dass das schönste Licht nichts bringt, wenn die Tonwerte im Bild nicht stimmen. Auch hier empfiehlt es sich also, die eigene Smartphone Kamera mitsamt ihrer Optionen und Einstellungen ausgiebig kennenzulernen.

Motivwahl

Bei der Motivwahl gibt es eine wichtige Regel zu beachten: Konzentriere dich auf das Wesentliche und versuche nicht, zu viele Details mit einer Aufnahme abzudecken. Denke bei der Bildgestaltung auch an dein späteres Ausgabeformat. Sind mehrere Details in dem Bildausschnitt wichtig, kannst du die Details vielleicht mit mehreren Detailaufnahmen abdecken. Stelle dir, solange du noch dabei bist, das Fotografieren zu lernen, aber auch später folgende drei Fragen:

  • Wie kann ich die Aufmerksamkeit des Betrachters auf mein Hauptmotiv lenken?
  • Wie kann ich das Auge des Betrachters durch die Komposition begleiten?
  • Welche störenden Elemente kann ich aus dem Foto verbannen?

Ob du früher oder später Adobe Photoshop oder ein anderes Bildbearbeitungsprogramm hinzunimmst, hängt von deiner Art zu fotografieren und von deinen Ansprüchen ab.

Ausrüstung

Mit mehr oder besserer Ausrüstung wirst du keine besseren Bilder machen. Ein Smartphone mit einer guten Kamera und einer Weitwinkel Funktion reicht aus. Das einzige, was ich dir noch empfehle, ist ein Stativ. Wenn du keines dabei hast und du keine ruhige Hand hast, kann es dir helfen, dich an eine Wand anzulehnen oder dein Smartphone auf einer Bank, einer Mauer oder einem Briefkasten abzustellen. Achte auch darauf, nicht zu hektisch auf den Auslöser zu drücken.

Generell rate ich dir aber zum Kauf eines Stativs. Es kann dir dabei helfen, atemberaubende Fotos im Abendlicht oder in der Nacht zu machen. Auch Innen- und Architekturaufnahmen gewinnen durch ein Stativ an fotografischer Qualität. Du kannst dir mehr Zeit nehmen und verfällst nicht so schnell in Hektik.

Schritt 4: Fotografieren lernen braucht Zeit

 
 
 
 
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